Liebeserklärung an die Bergmannstraße

Die Bergmannsfraße erwacht zum Leben
Die Stadt erwacht. Quelle: Flickr / Alper Cagun

Es gibt für mich wenig schönere Orte in Berlin als die Bergmannstraße und ich habe viele Jahre dort gewohnt. Auch hier hat sich einiges verändert, aber im Großen und Ganzen hat sie ihren ursprünglichen berliner Charme nicht verloren. Wenn man vom Mehringdamm durch die Bergmann Richtung Südstern schlendert, dann kommt man entlang verschiedenster Läden, netter Cafés, Restaurants und Bars. Im Sommer sitzen überall Leute vor dem Cafés und man kann wunderbar die Vielfalt an Menschen in Berlin beobachten. Manchmal scheint ein wenig die Zeit stehen geblieben. Veränderungen der Bergmann könnt ihr in der Kategorie „Damals und heute“ nachlesen. Einmal im Jahr gibt es das Jazzfest mit der kulinarischen Fressmeile am Chamissoplatz. Es ist laut, melodisch, lecker und voll, aber dabei immer wundervoll.

Ab der Zossener Straße ändert sich das Bild ein wenig. Linker Hand gibt es die Markthalle.

Bergmannstraßen-Cafékultur
Straßenszene. Quelle: Flickr / artie*

Vor ein paar Jahren wurde diese renoviert und zu einer Feinkost-Schlemmer-Meile transformiert. Früher hat man sich dort drinnen fast verlaufen. Zwischen engen Gängen und vielen kleinen Buden gab es allerlei Krimskrams und Waren jeglicher Art. Vom Buchladen bis hin zum Schuster gab es dort alles, was das Herz begehrt. Heute ist es immernoch schön, aber einfach ganz anders: hell, offen aber auch teuer. Vor der Markthalle beginnt der Marheinikeplatz mit Kinderspielplatz, einer Grünfläche und einem Wasserspiel. Majestätisch thront die Passionskirche am Ende des Platzes und erzeugt ein ganz spezielles Flair irgendwie. Jedes Wochenende gibt es hier einen Flohmarkt, der im Gegensatz zu den meisten Flohmärkten in Berlin noch ganz ursprünglich ist. Außerdem gibt es hier noch ein paar nette Restaurants, eine Schule und einen alten Schuster, der einfach schon immer da war und genau das spiegelt, was mit der Bergmann passiert ist: Tradition trifft Moderne!

Demo zum Jazzfest. Quelle: Flickr / Geir Halvorsen
Deko zum Jazzfest. Quelle: Flickr / Geir Halvorsen

Verlässt man den Marheinikeplatz, dann kommt man in eine ganz neue Welt. Ab jetzt beginnt rechter Hand ein Friedhof. Auf der linken Straßenseite gibt es hauptsächlich Häuser, einen netten Brunnenbauer, ein Kindergarten und eine Schule.

Und plötzlich steht man dann mitten am Südstern und vorbei ist die Ruhe mitten im quirligen Kreuzkölln.